Heilige Berge und blühende Gärten
Die Valli Varesine
Im Süden der Alpen, zwischen Lago Maggiore und Luganer See erstreckt sich eine italienische Region, an der man sonst meist vorbeifährt: die Valli Varesine, die Täler um den Lago di Varese. Hier finden sich Natur- und Kunstschätze, die – obwohl außerordentlich sehenswert – kaum bekannt sind: Kleine, stille Bergseen, eine Insel mit Zeugnissen steinzeitlicher Kultur, romanische Klöster und prächtige Villen mit wunderbaren Gärten, frühchristliche Kirchen und Kapellen mit Renaissancefresken. Wir werden im Palace Grand Hotel in Varese wohnen und von dort aus die Schönheiten dieser Gegend erkunden.
1. Tag: Mittwoch, 31. Mai 2017
Fahrt nach Varese und Einchecken im Palace Grand Hotel Varese. Unsere erste Tour führt uns mit der Seilbahn zum Lieblingsort der Varesini: hoch auf den Sacro Monte, den Heiligen Berg. Der kleine Wallfahrtsort Santa Maria del Monte auf dem Bergmassiv des Campo dei Fiori dominiert über die Stadt und bietet einen fantastischen Ausblick auf das Tal und den See. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Spaziergang durch den wunderbaren Park der Villa Estense in Varese, nicht weit von unserem Hotel.
Abendessen im Hotel.
2. Tag: Donnerstag, 1. Juni 2017
Heute fahren wir an die Ostküste des Lago Maggiore, die sogenannte „Riva povera“, die arme Küste, die landschaftlich und historisch jedoch alles andere als arm ist. Wir besuchen zunächst Angera mit der eindrucksvollen Rocca, der mittelalterlichen Burg. Sie birgt nicht nur Fresken aus dem 13. Jahrhundert, sondern auch ein reizendes Puppenmuseum. Nach dem Mittagessen geht die Fahrt am See entlang nach Norden. Hier befindet sich ein absolutes historisches Juwel: das an den Felsen geschmiegte Klösterchen Santa Caterina del Sasso. Von hier aus fahren wir zurück zum Lago di Varese, wo ein Besuch des romanischen Kreuzgangs von Voltorre unseren Tag beschließt.
Abendessen im Hotel.
3. Tag: Freitag, 2. Juni 2017
Diesen Tag beginnen wir im Cuvia-Tal. Am Taleingang liegt der kleine Ort Gemonio mit der romanischen Kirche San Pietro, in der noch Fresken aus verschiedenen Jahrhunderten erhalten sind. Danach fahren wir nach Casalzuigno zur prächtigen Villa Della Porta Bozzolo mit ihrem schier endlosen Garten. Anschließend gibt es eine Panoramafahrt hoch in den Naturpark der Cinque Vette, der fünf Gipfel. Zwischen zwei kleinen Bergseen, dem Lago di Ganna und dem Lago di Ghirla bekommen wir in der Landtrattoria „Tre Risotti“ zunächst ein landestypisches Mittagessen. Nachmittags besichtigen wir die romanische Abtei San Gemolo.
Abendessen im Hotel.
4. Tag: Samstag, 3. Juni 2017
Heute fahren wir in das Olona-Tal, das so reich an Kunstschätzen ist wie kaum eine andere Gegend. Zunächst besichtigen wir in Castiglione Olona die Collegiata-Kirche und das Baptisterium, eine „toskanische Insel in der Lombardei“, wie sie der Dichter Gabriele D’Annunzio genannt hat, denn in der Tat hat Masolino da Panicale hier einen wunderbaren Freskenzyklus hinterlassen. Dann machen wir einen gewaltigen Schritt zurück in der Geschichte: In Torba entstand aus einer römischen Militärfestung zunächst ein Stützpunkt der Goten und Langobarden, bevor im 8. Jahrhundert Benediktinerinnen ein friedliches Kloster daraus machten. Aus jener Zeit stammt auch das dazu gehörige Kirchlein Santa Maria foris Portas mitten im Grünen, das noch Fresken aus jener Zeit bewahrt. Heute gehört der gesamte Komplex zum Weltkulturerbe der UNESCO. In der Trattoria Del Pozzo werden wir zu Mittag essen, bevor wir weiterfahren nach Albizzate, wo uns ein weiteres Juwel erwartet: Das Oratorio Visconteo, ein von außen unscheinbarer Bau des 14. Jahrhunderts, der im Inneren mit Fresken aus der Giottoschule ausgestattet ist.
Abendessen im Hotel.
5. Tag: Sonntag, 4. Juni 2017
Den letzten Tag verbringen wir nicht nur am, sondern auch auf dem Lago di Varese. Wir fahren vormittags nach Biandronno, wo wir das Schiff besteigen, das eine Rundfahrt mit uns unternehmen wird. Anlegen werden wir auf einer kleinen Insel, dem Isolino Virginia. Vor dem Mittagessen im Restaurant „Tana dell’Isolino“ schauen wir uns das an, wofür die Insel den Weltkulturerbetitel der UNESCO erhalten hat: die einmaligen Pfahlbaufunde.
Anschließend Heimfahrt.
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