Die “Täler” des Po
Von Ferrara bis Ravenna
Der größte Fluss Italiens, der Po, bestimmt die Landschaft im Norden des italienischen Stiefels. Wir werden ihn erleben, wenn er am Ende seiner Reise durch die große Ebene angekommen ist, dort, wo er sich in viele Arme aufteilt, um schließlich in die Adria zu münden. Von Ferrara bis Ravenna hat sich das Leben schon immer um den großen Strom und die von ihm gestalteten „Valli“, die sogenannten Täler, gedreht. Kirchen, Klöster und Burgen, aber vor allem die vielfältigen Wasserläufe und -becken charakterisieren eine Landschaft, in der man sich manchmal eher wie in Holland fühlt als in Italien.
1. Tag: Sonntag, 14. Oktober 2018
Wir fahren direkt ans Meer, nach Milano Marittima, wo wir im ****Hotel „Marepineta Resort" wohnen. Nach einem Empfangsaperitif unternehmen wir einen kleinen Strandspaziergang, bevor wir uns im hervorragenden Hotelrestaurant mit einem Vier-Gänge-Menü verwöhnen lassen.
2. Tag: Montag, 15. Oktober 2018
Heute besuchen wir Ravenna, das UNESCO-Welterbe geworden ist wegen seiner Kirchen und Baptisterien, die in prächtigen Mosaiken von einer längst vergangenen Zeit erzählen: dem Ende der Antike, als Ravenna für kurze Zeit die Hauptstadt des weströmischen Reiches war. Vormittags besichtigen wir zunächst Sant'Apollinare in Classe, danach den Komplex von San Vitale mit dem Mausoleum von Galla Placidia. Das Mittagessen in der Stadt ist frei. Am Nachmittag geht es zum Erzbischöflichen Museum mit der Andreaskapelle und dem Baptisterium der Kathedrale, das als einer der schönsten spätantiken Innenräume gilt.
Abendessen im Hotel.
3. Tag: Dienstag, 16. Oktober 2018
Dieser Tag führt uns nach Ferrara. Hier dominierte seit dem Mittelalter die Familie der Este. Aus jener Zeit stammen die mächtige Wasserburg und der fast völlig erhaltene Mauerring. Mit seinem gotischen Dom und der mittelalterlichen Stadtanlage zählt auch Ferrara zum UNESCO-Welterbe. Sehenswert ist auch der Palazzo Schifanoia mit einem Zyklus von Renaissancefresken zu den Monaten. Ferrara hat außerdem Berühmtheit erlangt durch die jüdische Gemeinde, die vom großen Schriftsteller Giorgio Bassani in seinen Romanen gewürdigt wurde. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der „Trattoria del Ghetto" werden wir zwei Friedhöfe besuchen: den Cimitero Monumentale in der ehemaligen Kartause und den jüdischen Friedhof, bevor wir wieder dem Po folgen bis ans Meer.
Abendessen im Hotel.
4. Tag: Mittwoch, 17. Oktober 2018
Den heutigen Vormittag verbringen wir bei der „kleinen Schwester Venedigs", Comacchio, einem Städtchen, das mitten im Podelta liegt. Nach einem kurzen Rundgang besteigen wir ein Schiff und erleben die „Valli del Po" vom Wasser aus. Unter kundiger Führung lernen wir eine Vielzahl von Wasservögeln kennen, darunter sogar Flamingos, und wir sehen, wie hier einst gefischt wurde. Mitten in dieser Wasserwelt werden wir in der Trattoria Bettolino della Foce unser Mittagessen einnehmen (natürlich mit Fisch), bevor wir weiterfahren zur Abtei Pomposa, die mit ihren mittelalterlichen Malereien einen wunderbaren Kontrapunkt zum naturalistischen Programm des Vormittags bildet.
Abendessen im Hotel.
5. Tag: Donnerstag, 18. Oktober 2018
Nachdem wir dem Mausoleum von Theoderich dem Großen einen Besuch abgestattet haben, widmen wir uns noch einmal der Innenstadt von Ravenna. Sant'Apollinare Nuovo und das Baptisterium der Arianer erwarten uns. Außerdem kann man nicht Ravenna besuchen, ohne dem Grab von Dante Alighieri seine Reverenz zu erweisen. Mittagessen und Nachmittag in der Stadt sind zur freien Verfügung.
Abendessen im Hotel.
6. Tag: Freitag, 19. Oktober 2018
Am Freitag treten wir die Heimfahrt durch die Poebene an, werden jedoch noch einmal verweilen, um in unserer Partnerstadt Lodi ein letztes italienisches Mittagessen einzunehmen.
Programmänderungen vorbehalten.